Sie haben wahrscheinlich schon in den Nachthimmel geschaut und beobachtet, wie der Mond langsam über den Horizont steigt. Vielleicht haben Sie sogar bemerkt, dass er nicht immer am selben Ort erscheint. Aber gibt es ein Muster? Steigt der Mond tatsächlich jedes Mal im Osten auf?

Hauptaussage: Ja, der Mond geht im Osten auf – oder sehr nahe daran – genau wie die Sonne.

Warum der Mond dem Osten folgt

Alles hängt mit der Rotation der Erde zusammen. Unser Planet dreht sich von Westen nach Osten. Aufgrund dieser Drehung erscheint der Himmel sich in die entgegengesetzte Richtung zu bewegen – von Osten nach Westen.

Deshalb geht die Sonne im Osten auf. Und aus demselben Grund scheinen auch der Mond, die Sterne und sogar die Planeten von dieser Seite aufzusteigen. Sie bewegen sich nicht um uns herum. Wir drehen uns unter ihnen.

Aber es ist nicht immer genau im Osten

Die Umlaufbahn des Mondes ist nicht perfekt mit dem Äquator der Erde ausgerichtet. Sie ist um etwa 5 Grad geneigt. Dieser kleine Unterschied bedeutet, dass der Mond nicht jede Nacht genau an derselben Stelle am Horizont erscheint.

Manche Nächte geht er eher nordöstlich auf. Andere Male eher südöstlich. Wo er erscheint, hängt von der Jahreszeit und der Phase des Mondes ab.

Was den Mondaufgang beeinflussen kann

  • Jahreszeit: Im Winter geht der Mond weiter nördlich auf; im Sommer verschiebt er sich nach Süden.
  • Mondphase: Ein Vollmond geht meist auf, wenn die Sonne untergeht. Neumonde sind im Sonnenlicht verloren.
  • Ihr Standort: Wenn Sie in der Nähe des Äquators sind, geht der Mond vertikaler auf. Weiter nördlich oder südlich nimmt er einen schrägen Weg.
  • Landschaft: Hügel, Bäume und Gebäude können den Eindruck erwecken, dass der Mond spät aufgeht – oder gar nicht.
  • Beobachtungszeit: Der Mond geht etwa 50 Minuten später jeden Tag auf, was seine Zeit und Position verändert.

Was das für Ihre Himmelsbeobachtung bedeutet

Wenn Sie den Mond aufgehen sehen, schauen Sie zum östlichen Horizont. Es ist vielleicht nicht genau im Osten, aber sehr nah dran. Verwenden Sie einen Kompass oder eine Handy-App, wenn Sie genau sein möchten. Oder warten Sie einfach ein paar Minuten nach Sonnenuntergang – oft beginnt er gerade über den Dächern zu leuchten.

Beim nächsten Mal, wenn jemand fragt, können Sie mit Zuversicht antworten: Ja, der Mond geht im Osten auf. Die meiste Zeit ist er genau im richtigen Moment – nur ein bisschen anders jede Nacht, wie eine kosmische Erinnerung, dass selbst Vertrautes einen überraschen kann.